Eritreisch orthodoxe Gebetsgruppe zu Besuch bei Bischof Damian

Eine Gruppe von Migranten aus Eritrea ist kürzlich auf Einladung des koptisch orthodoxen Bischofs Damian zu Besuch im Kloster bei Höxter gewesen.

Schon während der Hinfahrt hat die Gruppe im Bus von Fulda bis Höxter ohne Unterbrechung eritreische Kirchenlieder gesungen. Jene Lieder, die man auch samstags beim Gebetstreffen der Gruppe in St. Joseph hören kann.

Die insgesamt 12 köpfige Gruppe wurde vom Bischof sowie 3 Priestern und den Diakonen des Klosters herzlich begrüßt.

Nach gemeinsamen Abendessen im Refektorium des Klosters hatte der Bischof gewünscht, dass die Räume in den nächsten Tagen mit dem Klang von eritreischen Kirchenliedern erfüllt werden mögen, als er sagte: „Mit Power, bitte!“

„Mit Power, bitte“

So haben die Eritreer noch am ersten Abend sowohl bei Tisch als auch in der Klosterkapelle bis in die Nacht Lieder gesungen.

Tags darauf haben sie mit ihren Gesängen ebenso Pilger- wie Besuchergruppen erfreut.

Viele Lieder wurden dann erneut während des feierlichen Sonntagsgottesdienstes angestimmt.

„Mit Power, bitte!“

Es war der Wunsch der Eritreer, tatkräftig bei der Renovierung des Klosters mitwirken zu dürfen.

So gab Bischof Damian der Gruppe den Auftrag, zwei Zimmer mit Mobiliar frei zu räumen. Mit viel Freude und Einsatz hat sich die Gruppe an die Arbeit gemacht.

Zeitgleich haben die aus der Gebetsgruppe mitgereisten Frauen das Mittagessen vorbereitet, das dann bei strahlendem Sonnenschein im Klostergarten eingenommen wurde.

„Mit Power, bitte!“

Schnell teilte die Gruppe die Ansicht des Bischofs, dass der gemeinsame christliche Glaube gelebt und bezeugt werden muss. Auch das Sprechen und die Kenntnis des apostolischen Glaubensbekenntnisses gehören da hinzu.

Höhepunkt war der festliche Sonntagsgottesdienst im altorientalischen Ritus: Kraftvoll die Gesänge und kraftvoll die Zeichen und Riten.

Ja, der christliche Glaube ist eine Kraft, die Berge versetzen kann. In großer Vorfreude hat die Gruppe der Fahrt entgegen gesehen. Mit ebenso großer Freude waren alle bei der Arbeit im Kloster dabei.

 

Voller Freude, Dankbarkeit und Zuversicht kehrte die Gruppe nach Fulda in den Alltag zurück.Voller Freude, Dankbarkeit und Zuversicht kehrte die Gruppe nach Fulda in den Alltag zurück. „Die Freude an Gott ist unsere Kraft!“  Neh. 8 Altes Testament

Das Wochenende und das tiefe spirituelle Gemeinschaftsgefühl so wie die große Gastfreundschaft im Kloster bleibt allen unvergessen!

Holger Schwan